16 | 07 | 2019

Einsatzbedingungen für das Verfahren

1.) Die Dachfläche muss gleichmäßig und überall feucht sein. Hierzu sind Feuchte speichernde  

   Auflasten vorteilhaft (Begrünung, Bekiesung). Es können jedoch auch auf frei bewitterten

   Abdichtungen Leckortungen vorgenommen werden, indem bewässert wird (Wasseranstau

   vorteilhaft) oder aber einfach bei Regen gearbeitet wird.

   Wichtig hierbei ist: bei der Leckageortung muss die Tropfstelle „aktiv“ sein, das heißt, dass

   irgendwo an der Gebäudekonstruktion unter dem Dach Wasser sichtbar sein muss.

2.) Die Dachabdichtung fungiert als Isolator zwischen der auf dem Dach verlegten Ringleitung und

dem Schutzleiter des Gebäudes, an welchen jeweils eine Spannung von -40 und +40 Volt angelegt

   wird. Ein Stromfluss, welcher zur punktgenauen Leckageortung benötigt wird, kommt erst

   zustande, wenn die durch die Leckage eingedrungene Feuchtigkeit Kontakt mit der

   Gebäudetragkonstruktion (Schutzleiter) bekommt und damit den Stromkreis schließt.

   Eine Ausnahme bilden Dächer, bei denen die Tragkonstruktion ein Isolator ist. Hier wird der

   2. Pol des Impulsgenerators direkt an der feuchten Stelle unter dem Dach befestigt und der

Stromkreis wird ebenfalls über die durch die Leckage dringende Feuchtigkeit geschlossen.

  

3.) Wichtig !!!

   Ein Stromfluss kommt aber auch zustande, wenn:

    

   - Dacheinbauteile, zum Beispiel Dachabläufe aus Metall oder metallische und nicht mit dem

         Material der Dachabdichtung oder anderen Isolatoren (Flüssigkunststoff) abgedichtete

         Dachdurchführungen,

   - nicht in die Dachabdichtung eingebundene Halterungen von Geräten auf dem Dach (z. B. für

         Lüftungskanäle oder Geländer),

   - vom Dachaufbau nicht isoliert stehende oder nicht in die Abdichtung eingebundene Klimageräte,

   - in den Dachaufbau hineinragende Attikaverblechungen,

   - geerdeter Blitzschutz

 

   die Isolation, welche die Dachabdichtung als „Wanne“ bildet, zusätzlich überbrücken.

 

   Die Vermeidung dieser die Leckortung verhindernden „Kurzschlüsse“ sollte schon bei

   der Planung berücksichtigt werden, um später anfallende Kosten zu minimieren. Im

   schlimmsten Fall wird bei Nichtbeachtung eine Leckortung unmöglich gemacht und das

   Dach ist von den Oberflächenschutzschichten zu befreien.