20 | 05 | 2019

Im Folgenden werden die konstruktiven Voraussetzungen für die Leckageortung mit dem Elektroimpulsverfahren genannt, welche vorab bei der Planung berücksichtigt werden sollten, wobei kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird:

1.)   Dachabläufe

       Dachabläufe bei Kunststoffdächern stellen kein Problem dar, wenn sie systemkonform (ebenfalls

       aus Kunststoff) eingebaut werden. Bei solchen aus Metall (Bitumenabdichtung) müsste für den    

       Zeitraum der Leckortung eine isolierende Abklebung (Überschweißen) erfolgen, ebenso natürlich

       auch bei Kunststoffabdichtungen.

2.)   Dacheinbauteile, Dachdurchdringungen (fest mit der Tragkonstruktion verbunden)

       Sie sind mit dem Dachabdichtungsmaterial bis zur vorgeschriebenen Höhe einzubinden (min. 15

       cm über Oberkante Begrünung oder Plattenbelag).

3.)   Dachaufbauten ohne Verbindung zur Tragkonstruktion (auf Last verteilenden Unterlagen)

       Hierbei ist darauf zu achten, dass im Fall einer Leckortung eine Trennung des Bauteiles von der

       Gebäudekonstruktion (Erdung, Schutzleiter) erfolgen muss. Kann dies nicht gewährleistet  

       werden, so muss zumindest eine Isolierung zwischen Stütze/Fuß/Ständer und Unterlage möglich

       sein oder die Unterlage selbst muss als Isolator wirken.

4.)   Klimageräte

       Grundsätzlich wie 3.).

       Größere Klimageräte sind üblicherweise direkt mit der Tragkonstruktion verbunden und die

       Stützen sind in die Abdichtung integriert. Bei kleineren ist darauf zu achten, dass eine Isolierung

       der meistens auf Betonplatten stehenden Geräte schon bei der Aufstellung erfolgt oder mit wenig

       Aufwand zu realisieren ist (z.B. durch Lösen der Halteschrauben, Anheben und Unterschieben

       von isolierenden Dachbahnstreifen).

5.)   Blitzschutz

       Hierbei ist lediglich darauf zu achten, dass eine Trennung aller Befestigungen zur Erdung hin

       möglich ist (also auch zu Attikablechen).

6.)   Attikaschutzbleche

       Attikaschutzbleche sind in der Breite so zu bemessen, dass sie nicht in die Begrünung, Bekiesung

       oder Plattenbelag hineinragen. Andernfalls muss eine Freilegung möglich sein und auch erfolgen.

7.)   Ganz wichtig!!!

     Zusätzliche Dichtfolien auf der Abdichtung als „Trennlagen“

     Diese werden aus Kostengründen oftmals eingesetzt, um Trennvliese einzusparen. Dies führt

       jedoch dazu, dass eine Leckortung unmöglich gemacht wird. Da die Folien selbst wie eine

       zweite Dachbahn als Isolator wirken, erfolgt der Stromfluss bei einer Beschädigung nur der

       Dachabdichtung, also nicht der „Trennfolie“ , durch und entlang der Überlappungen der

       unbeschädigten Folie. Außerdem liegt durch den Anpressdruck oder Falten die Folie oft

       ungleichmäßig oder vollkommen an der Dachbahn an, was dazu führt, dass keine gleichmäßige

       Befeuchtung der Dachbahn vorhanden ist und somit das Signal verfälscht wird.

       Deshalb werden Leckortungen mit Elektroimpulsverfahren ohne Erfolg bleiben, dies trifft übrigens

       auch auf Rauchgasleckortungen zu (einzige Ausnahme: Perforation der Folie zusammen mit der

       Abdichtung).

8.)   Umkehrdämmung

       Grundsätzlich die gleiche Aussage wie unter Punkt 7.). Jedoch Leckortung unter der

       Einschränkung möglich, dass die Leckage nicht punktgenau, sondern nur im Bereich der

       Plattengröße des Dämmstoffes ermittelt werden kann.

9.)   Dränageschicht

       Dränageschichten, welche einen erhöhten Kohlenstoffanteil besitzen, sind

       nicht einzusetzen, da sie einen Kurzschluss zwischen den Prüfstäben des Messgerätes

       hervorrufen.

10.) Plattenbeläge

       Plattenbeläge aus Beton stellen kein Hindernis für die Messung dar, sie sind lediglich ausreichend

       zu bewässern. Bei Belägen aus anderen Materialien, insbesondere aus Isolatoren, ist eine

       Einzelprüfung notwendig, im Wesentlichen wird die Ortungsgenauigkeit dann aber auf die

       Plattengröße beschränkt sein.

Der wichtigste Bestandteil eines Flachdaches mit Oberflächenschutz ist ein richtig bemessenes Kunststoffvlies.

Es schützt die Dachabdichtung vor Beschädigungen und ermöglicht durch die Wasserspeichereigenschaft eine gleichmäßige Befeuchtung der Dachoberfläche und damit den Stromfluss durch die Leckage während der Messung.

Zusätzliche Folien, Noppenbahnen, Drainageschichten mit hohem Kohlenstoffanteil

verhindern eine Leckageortung mit dem Elektroimpulsverfahren.

 

 

Im Folgenden werden die konstruktiven Voraussetzungen für die Leckageortung mit dem Elektroimpulsverfahren genannt, welche vorab bei der Planung berücksichtigt werden sollten, wobei kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird:

1.)   Dachabläufe

       Dachabläufe bei Kunststoffdächern stellen kein Problem dar, wenn sie systemkonform (ebenfalls

       aus Kunststoff) eingebaut werden. Bei solchen aus Metall (Bitumenabdichtung) müsste für den    

       Zeitraum der Leckortung eine isolierende Abklebung (Überschweißen) erfolgen, ebenso natürlich

       auch bei Kunststoffabdichtungen.

2.)   Dacheinbauteile, Dachdurchdringungen (fest mit der Tragkonstruktion verbunden)

       Sie sind mit dem Dachabdichtungsmaterial bis zur vorgeschriebenen Höhe einzubinden (min. 15

       cm über Oberkante Begrünung oder Plattenbelag).

3.)   Dachaufbauten ohne Verbindung zur Tragkonstruktion (auf Last verteilenden Unterlagen)

       Hierbei ist darauf zu achten, dass im Fall einer Leckortung eine Trennung des Bauteiles von der

       Gebäudekonstruktion (Erdung, Schutzleiter) erfolgen muss. Kann dies nicht gewährleistet  

       werden, so muss zumindest eine Isolierung zwischen Stütze/Fuß/Ständer und Unterlage möglich

       sein oder die Unterlage selbst muss als Isolator wirken.

4.)   Klimageräte

       Grundsätzlich wie 3.).

       Größere Klimageräte sind üblicherweise direkt mit der Tragkonstruktion verbunden und die

       Stützen sind in die Abdichtung integriert. Bei kleineren ist darauf zu achten, dass eine Isolierung

       der meistens auf Betonplatten stehenden Geräte schon bei der Aufstellung erfolgt oder mit wenig

       Aufwand zu realisieren ist (z.B. durch Lösen der Halteschrauben, Anheben und Unterschieben

       von isolierenden Dachbahnstreifen).

5.)   Blitzschutz

       Hierbei ist lediglich darauf zu achten, dass eine Trennung aller Befestigungen zur Erdung hin

       möglich ist (also auch zu Attikablechen).

6.)   Attikaschutzbleche

       Attikaschutzbleche sind in der Breite so zu bemessen, dass sie nicht in die Begrünung, Bekiesung

       oder Plattenbelag hineinragen. Andernfalls muss eine Freilegung möglich sein und auch erfolgen.

7.)   Ganz wichtig!!!

     Zusätzliche Dichtfolien auf der Abdichtung als „Trennlagen“

     Diese werden aus Kostengründen oftmals eingesetzt, um Trennvliese einzusparen. Dies führt

       jedoch dazu, dass eine Leckortung unmöglich gemacht wird. Da die Folien selbst wie eine

       zweite Dachbahn als Isolator wirken, erfolgt der Stromfluss bei einer Beschädigung nur der

       Dachabdichtung, also nicht der „Trennfolie“ , durch und entlang der Überlappungen der

       unbeschädigten Folie. Außerdem liegt durch den Anpressdruck oder Falten die Folie oft

       ungleichmäßig oder vollkommen an der Dachbahn an, was dazu führt, dass keine gleichmäßige

       Befeuchtung der Dachbahn vorhanden ist und somit das Signal verfälscht wird.

       Deshalb werden Leckortungen mit Elektroimpulsverfahren ohne Erfolg bleiben, dies trifft übrigens

       auch auf Rauchgasleckortungen zu (einzige Ausnahme: Perforation der Folie zusammen mit der

       Abdichtung).

8.)   Umkehrdämmung

       Grundsätzlich die gleiche Aussage wie unter Punkt 7.). Jedoch Leckortung unter der

       Einschränkung möglich, dass die Leckage nicht punktgenau, sondern nur im Bereich der

       Plattengröße des Dämmstoffes ermittelt werden kann.

9.)   Dränageschicht

       Dränageschichten, welche einen erhöhten Kohlenstoffanteil besitzen, sind

       nicht einzusetzen, da sie einen Kurzschluss zwischen den Prüfstäben des Messgerätes

       hervorrufen.

10.) Plattenbeläge

       Plattenbeläge aus Beton stellen kein Hindernis für die Messung dar, sie sind lediglich ausreichend

       zu bewässern. Bei Belägen aus anderen Materialien, insbesondere aus Isolatoren, ist eine

       Einzelprüfung notwendig, im Wesentlichen wird die Ortungsgenauigkeit dann aber auf die

       Plattengröße beschränkt sein.

Der wichtigste Bestandteil eines Flachdaches mit Oberflächenschutz ist ein richtig bemessenes Kunststoffvlies.

Es schützt die Dachabdichtung vor Beschädigungen und ermöglicht durch die Wasserspeichereigenschaft eine gleichmäßige Befeuchtung der Dachoberfläche und damit den Stromfluss durch die Leckage während der Messung.

Zusätzliche Folien, Noppenbahnen, Drainageschichten mit hohem Kohlenstoffanteil

verhindern eine Leckageortung.